Gleitsicht? - ja bitte

Was heißt eigentlich "Gleitsicht"?

 

Schon im Mittelalter beauftragte der bekannte amerikanische Politiker und Naturwissenschaftler Benjamin Franklin die Kombination einer Fernbrille mit einer Lesebrille, indem er seinen Optiker anwies, zwei Gläser (1x Ferne und 1x Nähe) jeweils in der Mitte zu zerteilen und Ferne und Nähe in der Mitte zusammenzusetzen. Dies war wohl, soweit geschichtlich bekannt, der Beginn einer neuen Ära in der Brillenversorgung.

 

Allerdings war der "Sprung" von der Ferne zur Nähe ein großer und seither zerbrechen sich Physiker, Optiker und Techniker ihre Köpfe, ob und wie man diesen Übergang sanfter gestalten könnte.

 

1959 war es dann soweit - Das erste Glas mit "gleitender optischer Wirkung" ohne sicht- oder fühlbare Kanten wurde der Öffentlichkeit präsentiert.

 

Seither ist auch wieder viel passiert. Glas wurde weitestgehend von den immer solideren Kunststoffgläsern verdrängt. Dies ermöglichte aber auch neue, deutlich präzisere Herstellungsverfahren unter Berücksichtigung physiologischer Aspekte.

 

An der Schnittstelle von Physik und Natur ist es nun mal besonders spannend. So ist bei Gleitsichtgläsern z.B. in der Ferne eine gleichsinnige Blickrichtung, in der Nähe eine gegensinnige Blickrichtung auf einen Punkt zu berücksichtigen!

 

Die moderne (Arbeits)welt jedenfalls läßt sich ab etwa Mitte 40 in aller Regel besser mit einer Mehrstärkenbrille meistern.

 

Natürlich ist die Gleitsichtbrille nicht immer der Weisheit letzter Schluß. Als Allrounder für den anspruchsvollen Alltag eines modernen Menschen ist sie jedoch nahezu unverzichtbar.

Dem kleinen Bruder des Gleitsichtglases, dem Bildschirmarbeitsplatzglas wird ein gesondertes Kapitel gewidmet.

 

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